Die physikalischen Grundlagen

Kohlendioxyd und andere Treibhausgase (umgerechnet in CO2 Äquivalente, CO2e) haben in den letzten 250 Jahren zur Erwärmung des Klimas von 1,1°C gegenüber vorindustrieller Zeit geführt. Weil CO2 eine Verweildauer in der Atmosphäre von vielen Jahrhunderten hat, ist dessen Konzentration seit 1750 von 280 ppm auf 415 ppm gestiegen.

Das Klima wird also für sehr, sehr lange Zeit so warm bleiben, wie wir es jetzt machen. Dies führt dazu, das wir das Holozän, eine 10.000 Jahre währende Zeit stabiler klimatischer Bedingungen, verlassen und Kipppunkte überschreiten, bei denen Veränderungen in Gang kommen, die sich nicht mehr aufhalten lassen, wie das Abschmelzen des Grönlandeises und der Tod der Korallenriffe.

Insgesamt (kumulativ) wurden in dieser Zeit 1,6 Billionen Tonnen CO2 in die Luft gepustet, die Hälfte davon seit 1990. Jährlich sind es etwa 30 Mrd. Tonnen (Gt) CO2, 10 Gt andere Treibhausgase und 10  Gt durch Landumnutzung. Über den Zusammenhang von menschengemachten CO2 Emissionen und Temperaturerhöhung besteht seit ca. 40 Jahren ein wissenschaftlicher Konsens, vergleichbar mit dem Konsens über die Schädlichkeit des Rauchens.

Um das Schlimmste noch zu verhindern, müssten wir die Erwärmung auf 1,5°C begrenzen. Da die Temperatur sich linear mit der CO2 Konzentration in der Luft erhöht, kann man ziemlich genau berechnen, wie viel CO2 bis zu diesem Punkt noch emittiert werden darf. Beim aktuellen Ausstoß ist dieses Budget in weniger als 10 Jahren aufgebraucht.