Mit der Art, wie wir Kleidung kaufen, können wir wirklich etwas bewirken. Die Modebranche verursacht 4% aller Treibhausgasemissionen. Das ist mehr als Luft- und Schiffsverkehr zusammen.

Rund 80% dieser Emissionen entstehen (z.B. auf den Baumwollfeldern, in den Spinnereien, beim Färben etc.), bevor Du Dein neues Kleidungsstück das erste Mal anziehst. Das bedeutet, dass Du durch die Auswahl hochwertiger Materialien, durch längeres Tragen Deiner Kleidung und durch den Kauf von Kleidung aus zweiter Hand einen großen Einfluss auf die Emissionen haben kannst, die Du durch Deine Kleidung verursachst – oder vermeidest.

Die „displacement ratio“, also das Verhältnis, mit der der Kauf eines Produktes aus zweiter Hand wirklich ein neues Produkt ersetzt (das dann nicht mehr herstellt werden muss), die wir verwenden, um vermiedene Treibhausgasemissionen durch Second-Hand-Käufe zu berechnen, basiert auf dieser Studie. Sie geht davon aus, dass beim Kauf eines Artikels aus zweiter Hand der Anteil der Emissionen, der bei der Herstellung des Kleidungsstückes entsteht, vermieden wird. Da aber gebrauchte Kleidung preiswerter ist als neue Kleidung, kaufen wir tendenziell mehr davon oder wir kaufen immer noch einen Teil neue Kleidung. Daher werden nur 60% der Emissionen, die theoretisch vermieden werden könnten, auch tatsächlich vermieden.